„Gemeinsame Erklärung der Opposition“, 3. November 1989
In ihren Gemeinsamen Erklärungen bringen die unterschiedlichsten oppositionellen Gruppen der DDR zum Ausdruck, dass sie der Wille zur demokratischen Umgestaltung von Staat und Gesellschaft vereint. Es kommt ihnen darauf an, einen gesellschaftlichen Zustand zu beenden, in dem Bürgerinnen und Bürger nicht die Möglichkeit haben, ihre politischen Rechte so auszuüben, wie es die Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen und die KSZE-Dokumente verlangen.
[weiter lesen auf ddr89.de ►]
Reden von der Berliner Massendemonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz
Knapp eine Million Menschen demonstrieren durch die Ostberliner Innenstadt, vorbei an der Volkskammer und am Staatsratsgebäude. Die Demonstration mit der Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz ist ein Höhepunkt der Demokratiebewegung in der DDR. Die Idee dazu entsteht im Neuen Forum, die Trägerschaft und Organisation übernahmen Berliner Kulturschaffende. Von den Organisatoren ist die
Veranstaltung offiziell angemeldet worden, um die in der Verfassung der DDR zwar verankerten, aber von der Staatsmacht nie gewährten Grundrechte auf Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit einzuklagen. Mit der Polizei, die kaum in Erscheinung tritt, ist eine Sicherheitspartnerschaft vereinbart, Schauspieler mit grün-gelben Schärpen und der Aufschrift »Keine Gewalt« wirkten als Ordner. Bei der zum Abschluss auf dem Alexanderplatz stattfindenden Kundgebung ergreifen zahlreiche Rednerinnen und Redner das Wort.
[weiter lesen auf dhm.de ►]
MfS-Führungsstab des Sicherungseinsatzes: „Bericht zum Sicherungseinsatz am 04. November 1989“, 4. November 1989
Der MfS-Bericht über die größte Demonstration, die es jemals in der DDR gegebn hat, wird noch am Nachmittag des gleichen Tages geschrieben. Er schildert in groben Zügen den Ablauf der Demonstration vor Beginn der Abschlusskundgebung. Die in diesem Papier genannte Gesamtzahl an Demonstranten („250 000“ zu Beginn der Demonstration) ist sicherlich zu niedrig geschätzt. In späteren Stasi-Berichten ist von 500 000 Teilnehmern die Rede.
[weiter lesen auf bstu.bund.de ►]