Artikel über die Geschichte des Hanfs

Hanf ist eine unserer ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen, die weltweit bekannt und genutzt wird. Der lateinische Name lautet Cannabis sativa.

Fast jeder Bestandteil der Pflanze kann verarbeitet werden. Aus den Samen der Pflanze kann Speiseöl hergestellt werden, aus den Fasern der Stengel Seile; ätherische Öle aus destillierten Blättern und Blüten und aus den getrockneten Blättern und Blüten kann Haschisch und Marihuana gewonnen werden.

Die Geschichte des Hanfs

Die Geschichte des Hanfs reicht zurück bis weit 2800 vor Christus. Aus dieser Zeit stammt die erste medizinische Dokumentation aus China.
Dort wurde die Pflanze schon lange angebaut und genutzt.

Auch im Mittelalter wurde Hanf angebaut. Es wurden zum Beispiel Waffen aus den Fasern der Stengel des Hanfs gebaut. Die Sehnen für die Langbögen wurden unter anderem daraus gefertigt.

Im 13. Jahrhundert wurde in Europa Papier aus Hanf hergestellt, da man noch nicht wusste, wie man Papier aus Holz herstellt. Sogar berühmte Menschen wie der erste amerikanische Präsident George Washington bauten Hanf im großen Stil an.
Ebenfalls war Hanf nicht aus der Schifffahrt wegzudenken. Seile und Segeltücher wurden daraus gefertigt, da Hanf sehr viel robuster gegenüber dem Salzwasser war, als andere Materialien wie Baumwolle oder Flachs.

In der Mitte des 20. Jahrhundert wurde der Anbau dieser vielseitigen Kulturpflanze immer weiter durch Kunstfasern zurückgedrängt.
In der DDR gab es kein Cannabis, es sei denn es wurde über die Grenze in Berlin geschmuggelt. Doch dies war eher die Ausnahme. Dahingegen war es aus der BRD nie ganz verschwunden.
Erst seit Anfang 1990 steigt die Anfrage an diesem Naturmaterial wieder an.

In der heutigen Zeit wird die Hanffaser noch für viel mehr Möglichkeiten eingesetzt. So findet sie sogar in Farben, Lacken oder Waschmitteln Verwendung.

Hanf in der Medizin

Man hört vermehrt in der Presse, dass in immer mehr Ländern Cannabis als verschreibungspflichtiges Medikament freigegeben wird. Seine positive Wirkung bei vielen Krankheiten ist unumstritten. Die medizinisch wirksamen Bestandteile im Hanf sind Cannabinoide, wie vor allem Tetrahydrocannabinol (kurz THC genannt) und Cannabidiol (kurz CBD genannt).

Das vielseitige CBD-Öl

Um das CBD-Öl ist derzeit ein wahrer Trend ausgebrochen. Zwar bringen viele Menschen das CBD-Öl mit einer berauschenden Wirkung in Verbindung. Doch dem ist nicht so. Das Öl enthält kein THC und hat somit keine psychoaktive Wirkung. Es ist ohne Rezept frei erhältlich. Trotzdem werden ihm viele gesunde Wirkungen nachgesagt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.
Es kann zum Beispiel bei Schlaflosigkeit eingesetzt werden. Es soll bei der Rauchentwöhnung und auch bei Akne helfen. Es ist gut gegen Stress und Nervosität, kann Diabetes vorbeugen und Beschwerden bei Krankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Cron oder Fibromalgie lindern. Weitere Anwendungsgebiete sind unter anderem Asthma, Allergien, Demenz, Arthrose, Epilepsie oder Rheuma.
Die Dosierung von CBD-Öl hängt von unterschiedlichen Faktoren ab – zum Einen der Art der Beschwerden und zum anderen der Stärke der Beschwerden. So gibt es Öle mit verschiedenen Konzentrationen; angefangen bei 5% bis zu der höchsten Konzentration von 48%. Solche stark konzentrierten Öle sollten aber nie in Eigenregie genommen werden, sondern mit einem Arzt abgesprochen werden.

 

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